Im Content–Marketing entscheiden Keywords darüber, ob ein Artikel gefunden wird oder ungelesen bleibt. Viele Inhalte sind fachlich stark, verpuffen aber, weil sie an den Suchanfragen der Zielgruppe vorbeigehen. In diesem Leitfaden erfährst du, wie du Keywords auswählst, die wirklich gesucht werden, und wie du sie sinnvoll in deine Inhalte integrierst.
Was Keywords wirklich sind
Keywords sind kurze Suchbegriffe oder Suchphrasen, die deine Kund:innen bei Google eingeben, um Informationen zu einem bestimmten Thema zu finden. Deshalb ist es enorm wichtig, deine Inhalte gezielt mit relevanten Keywords zu optimieren, um in den Suchergebnissen sichtbar zu werden. Grundsätzlich unterscheiden wir dabei zwischen Short-Tail- und Long-Tail-Keywords.
Short-Tail-Keywords
Short-Tail-Keywords sind kurze, allgemeine Suchbegriffe. Sie sind meist sehr breit gefächert und zielen auf ein übergeordnetes Thema ab, beispielsweise „Content-Marketing“. Das Suchvolumen ist hoch, der Wettbewerb jedoch ebenfalls.
Long-Tail-Kewords
Long-Tail-Keywords sind deutlich spezifischer, haben dadurch meist ein geringeres Suchvolumen, aber gegebenenfalls auch bessere Rankingchancen. Außerdem treffen sie genauer die Bedürfnisse der Zielgruppe. Sie ziehen qualifizierten Traffic an und konvertieren besser, zum Beispiel „Content-Marketing-Strategie für kleine Teams“.
Keyword-Recherche-Tools: Nach Zielgruppe und Budget
Du kannst verschiedene Keyword-Recherche-Tools je nach Erfahrung, Zielgruppe und Budget auswählen.
| Zielgruppe/ Budget | Empfohlenes Tool | Warum? |
| Einsteiger (0 €) | Google Keyword Planer | Kostenlos, verlässliche Suchvolumen-Daten direkt von Google |
| Selbstständige Unternehmer (29 € pro Monat) | Ubersuggest | Schnell einsetzbar, viele Fragen-Ideen, kein Konto nötig |
| Kleine Teams (0 bis 40 € pro Monat) | AnswerThePublic + Google Trends | Fragen und Trends, ideal für Content-Ideen. |
| Agenturen (300 € im Monat) | Semrush Pro+ | Tiefe Analysen, Tracking und skalierbar |
So findest du in 5 Schritten die richtigen Keywords
Keyword-Recherche besteht aus mehreren Schritten, die aufeinander aufbauen. So findest du schneller relevante Keywords und behältst Suchvolumen, Wettbewerb und Trends im Blick.
Schritt 1: Seed-Keywords sammeln
Am Anfang geht es weniger um Tools als um dein eigenes Themenverständnis. Nimm dir rund 15 Minuten Zeit und notiere einige Kernbegriffe aus deinem Themenbereich, bei denen du davon ausgehst, dass sie gesucht werden. Anregungen liefern dir bestehende Inhalte, wiederkehrende Kund:innenfragen oder auch Google selbst: Gib deinen Hauptbegriff ein und notiere dir Formulierungen aus Autocomplete sowie „Wird auch oft gesucht“ am Ende der Seite.
Beispiel: Aus „Content-Marketing“ entstehen häufig Begriffe wie „Content-Strategie“ oder „Content-Planung“. Halte alles zunächst ungefiltert fest, zum Beispiel in einer Excel- oder Google-Sheet-Liste.
Schritt 2: Keywords ergänzen und bewerten
Nutze jetzt ein Keyword-Tool deiner Wahl, zum Beispiel den Google Keyword Planer oder Ubersuggest. Gib deine gesammelten Begriffe ein und schau dir an, welche Varianten tatsächlich vorgeschlagen werden. Neben dem Suchvolumen liefern die Tools auch Hinweise zu Wettbewerb und Trends. Filtere die Ergebnisse nach sinnvollen Suchintentionen und übernimm nur die Keywords in deine Liste, die wirklich passen.
Schritt 3: Suchintention realistisch einschätzen
Suche deine wichtigsten Keywords bei Google und schau dir an, was dort aktuell ausgespielt wird. Erscheinen überwiegend Ratgeber, Listen oder Produktseiten? Wenn der vorherrschende Inhaltstyp nicht zu deinem Ziel passt, ist das Keyword meist ungeeignet. Sortiere solche Begriffe aus und halte fest, welche Suchintention du mit deinem Inhalt tatsächlich bedienen willst: informational, transaktional oder navigational.
Schritt 4: Keywords clustern und auswählen
Gruppiere deine Keywords nach Suchintention und Thema, zum Beispiel einem „Content Planung“-Cluster. Pro Thema empfiehlt sich ein Hauptkeyword plus drei bis fünf Nebenkeywords. So schaffst du eine gute Struktur für deine Inhalte.
Schritt 5: Keywords optimieren und testen
Baue deine Keywords strategisch in deine Inhalte ein, vor allem in H1, H2, Fließtext, Meta-Title und Meta-Description. Analysiere regelmäßig die Performance deiner Inhalte mit Tools wie Google Search Console, SISTRIX, XOVI oder Conductor, um Rankings, Klicks und Sichtbarkeit zu bewerten.
Keywords finden: SEO vs. GEO
Keywords spielen sowohl für SEO als auch für GEO eine zentrale Rolle, werden jedoch unterschiedlich priorisiert und eingesetzt. Während SEO auf eine gute Abdeckung relevanter Suchbegriffe und Suchintentionen abzielt, orientiert sich GEO stärker an Fragen, Kontext und Antwortlogiken, wie sie in KI-Systemen genutzt werden.
Für SEO arbeitest du mit Volumen- und Wettbewerbsdaten aus dem Keyword Planer. Für GEO analysierst du „Wurde auch oft gefragt“, FAQ-Bereiche oder testest ChatGPT-Prompts, um Alltagssprache zu identifizieren. SEO-Keyword-Cluster ordnest du meist nach Konkurrenz (fünf bis zehn Keywords pro Text), während GEO-Cluster rund um FAQs und klare Antworten aufgebaut sind.
Bei SEO platzierst du Keywords gezielt in H1, H2 und Text. Für GEO haben sich insbesondere strukturierte Listen, FAQ-Boxen und saubere Quellen bewährt, um zitierfähig für KI-Systeme zu sein.
Ergebnis? SEO bringt dir Rankings und Traffic, GEO sorgt für Sichtbarkeit in KI-Antworten und AI Overviews.
Tipp: Kombiniere SEO-Keywords für Google mit GEO-Fragen für KI – so wirst du überall gefunden.
Fazit: Keywords als Grundlage für sichtbaren Content
Die passenden Keywords zu finden, ist eine der zentralen Grundlagen im Content-Marketing. Ohne sie bleiben selbst die besten Inhalte oft unsichtbar. Short-Tail-Keywords sorgen für Reichweite, Long-Tail-Keywords für gezielte Conversions. SEO verschafft dir stabile Rankings und organischen Traffic, während GEO deine Inhalte als vertrauenswürdige Quelle in KI-Antworten positioniert. Mit einem ausgewogenen Mix sicherst du dir langfristig einen klaren Wettbewerbsvorteil.




